Der Comer See - das Wichtigste auf einen Blick

Eine Reise an den Comer See

Der Comer See ist nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore der drittgrößte italienische See mit einer Fläche von 146 km2, 51 km Länge und bis zu 4,2 km Breite. Einheimische nennen den Lago di Como auch nur kurz Lario. Charakteristisch ist die Form des Comer Sees, ein auf den Kopf gestelltes Ypsilon. Der nördliche Teil des Sees erstreckt sich von Colico bis Bellagio, wo sich der See in zwei Arme teilt: den westlichen Arm bis zur Stadt Como und den östlichen Arm bis zur Stadt Lecco. An seiner tiefsten Stelle bei Nesso misst der See eindrucksvolle 425 Meter. Er ist ein typischer Voralpensee mit klarem Wasser und manchmal steil abfallendem Ufer, aber auch flachen Badestränden, gelegen zwischen dem südlichen Abhang der italienischen Alpen und der padanischen Ebene.

Eine Reise an den Comer See führt aus dem Norden meistens durch die Schweiz oder über das Stilfser Joch. Die Anfahrt kann man als Genussreise gestalten, da sie durch reizvolle und unterschiedliche Landschaften führt. Zwischenstopps in Freizeitparks wie dem Heidiland in der Schweiz oder der bekannten Via Mala-Schlucht an der Rheintal-Autobahn bieten sich ebenso an wie ein Abstecher ins zollfreie Gebiet von Livigno – je nach individueller Reiseroute. 

Der Comer See selbst liegt vollständig auf italienischem Staatsgebiet. Politisch zählt der Comer See zur wohlhabenden norditalienischen Region Lombardei, die anliegenden Städte und Gemeinde gehören teils zur Provinz Como, teils zur Provinz Lecco – zu erkennen an den Zusätzen „CO“ und „LC“.

Größte Städte am Comer See sind Como mit etwa 85 000 Einwohnern und Lecco mit etwa 46 000 Einwohnern. Weitere bedeutende Gemeinden sind Bellagio (3100 Einwohner), Menaggio (3300), Colico (7600) und Chiavenna (7400) auf dem Weg zu Maloja- und Splügenpass.

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Comer See - der italienische mit Charakter

Wäre der Comer See eine Persönlichkeit, würden ihn Kenner als starken Charakter mit individuellem Profil beschreiben. Ganz bestimmt aber ist der Comer See der italienischste unter den oberitalienischen Seen, der sich auch unter dem Einfluss des Tourismus seine Eigenständigkeit wie kein zweiter bewahrt hat. Er ist kein reines Touristengebiet, behandelt Urlauber aller Nationen gleich und dient zugleich dem Großraum Mailand als beliebtes Wochenend-Refugium. Urlaub wie in Italien, wie Italiener und unter Italienern – das macht den Reiz eines Comer See-Urlaubs aus!

Larius Lacus - strategischer Stützpunkt der Römer

Entstanden ist der Comer See während der Eiszeit aus dem Addagletscher. Er wurde bereits in der prähistorischen Zeit besiedelt, wohl wegen seines milden Klimas und seines Fischreichtums. Durch seine besondere geografische Lage war er in den Auseinandersetzungen zwischen Como und den Völkern der nördlichen Bergregionen von großer Wichtigkeit. Später gewann der Comer See mit der Besiedelung durch die Römer zusätzliche Bedeutung, immer als strategischer Stützpunkt am Alpenrand, sowohl zur Verteidigung der Poebene, als auch für die Verbindung zwischen dem Mittelmeer und den nördlichen Regionen Europas.

Comer See - große Namen früher und heute

Die Berichterstattung in den Medien pflegt den Mythos des Comer Sees als besonders elitäre und exklusive Gegend bis heute. In den bunten Blättern finden sich regelmäßig Berichte über den urlaubenden Filmstar George Clooney, der in Laglio eine Villa besitzt, oder über das jährliche Treffen gut betuchter Oldtimerfreunde aus aller Welt beim Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este in Cernobbio. Für Aufsehen sorgt hin und wieder, wenn eine der prächtigen Villen mit Seegrundstück den Besitzer wechselt. So soll sich der Rennfahrer Michael Schumacher gerüchteweise eine Villa in Lenno zugelegt haben. Der New Yorker Rockefeller-Stiftung gehört die Villa Serbelloni bei Bellagio. Schon immer war der Comer See der herrschaftliche See, der Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Film und Kultur angezogen hat – bis zum heutigen Tag.Bestes Beispiel aus der deutschen Geschichte ist Konrad Adenauer, der als Bundeskanzler immer wieder seine Urlaube in Cadenabbia bei Tremezzo verbracht hat. Unvergessen sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die ihn dort beim Boccia-Spiel zeigen. Was den Comer See bei wirklich Prominenten so reizvoll macht: Er garantiert einen weitgehenden Schutz der Privatsphäre, Schaulaufen ist hier nicht gefragt.

Comer See – viele Wege führen zum Ziel

Die sichersten und ganzjährig befahrbaren Strecken über die Alpen führen durch den Gotthard- oder den San Bernardino-Tunnel zunächst nach Bellinzona und dann über Lugano nach Como. Zur Seemitte bietet sich der Weg von Lugano-Nord über Porlezza nach Menaggio an. Dort verbindet eine Autofähre Menaggio am Westufer mit Bellagio in der Seemitte und Varenna am Ostufer. Kürzer, aber anspruchsvoller und nur in den Sommermonaten zu empfehlen ist die Fahrt über den Splügen-Pass als Alternative zum Bernardino-Tunnel. Weitere Routen führen über den Julier-Pass oder durch das Engadin zum Majola-Pass und von dort nach Chiavenna.

Mit der Bahn ist die Anreise nach Como möglich, das an der internationalen Strecke von Zürich über den Gotthard nach Mailand liegt. 

Für Flugreisende bieten sich Mailand oder Bergamo als am nächsten gelegene Flughäfen an. 

Comer See - Villen als Filmkulisse

Vor allem ist es die Schönheit des Comer Sees, der sich wie ein blauer Edelstein in die umliegenden Berge schmiegt, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. Das wechselnde Licht der Tages- und Jahreszeiten hüllt ihn in immer wieder andere, faszinierende Gewänder. Mit den umliegenden bewaldeten Bergen, schroffen Felsen und majestätischen Villen inmitten von kunstvoll angelegten Gärten wirkt der Comer See vielerorts wie eine natürliche Filmkulisse.
Mit der Villa Gaeta in San Sirio und der Villa del Balbianello in Lenno, beide am Westufer, hat es der Comer See zu ganz besonderer Berühmtheit gebracht, denn hier wurden 2006 Szenen der Neuverfilmung von Casino Royal gedreht, mit Daniel Craig in der Rolle des James Bond. Die auf der Halbinsel Lavedo liegende Villa del Balbianello war bereits 1995 Schauplatz von "Ein Sommer am See" mit Vanessa Redgrave und James Fox sowie in der Star Wars Episode II, 2002.

Was den Comer See bis heute faszinierend macht, ist vor allem, dass er sich seine Ursprünglichkeit erhalten hat und seinen speziellen Charme: hier ist Italien noch italienisch.

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